Aktuelle Berichte und Bilder

Ein Sonntag für die Kirche in der Welt

Der vorletzte Sonntag im Oktober ist in der katholischen Kirche der sogenannte Weltmissionssonntag. Diakon Martin Brunner-Artho, Direktor von Missio, war Gast in den Gottesdiensten in Wikon, Richenthal und Langnau und zur Bedeutung dieses Sonntags.

Wir sollten nicht vergessen, dass es neben den sechs Bistümern in der Schweiz in der ganzen Welt noch weitere 3010 gibt (fides.org). Auch in Bangladesch, Malawi, Bolivien usw. fühlen sich Menschen von Jesus angesprochen und bemühen sich ihr Leben in ihrem je eigenen Umfeld nach christlichen Werten zu gestalten. In diesem Jahr steht Peru im Zentrum der Kampagne. Nicht das Peru der Anden und Lamas, sondern jenes schier endlosen Weiten des Amazonasgebietes. Auch dort wirkt die Kirche. Mit ihren sehr beschränkten Mitteln will sie hinausgehen zu den Menschen und Hoffnung teilen. Bischof Juan Oliver von Requena, den Missio im vergangenen Jahr besucht hat, unterstützen gerade mal sechs Priester, obwohl sein Bistum doppelt so gross ist wie die Schweiz. Zum Glück kann er auf die Unterstützung der Laien zählen.

«Welches sind die beiden Teile der Bibel?»

Nein, es seien nicht das Alte und das Neue Testament, erklärt Brunner, es sei Gott und der Mensch. Ein Bibeltext zu hören, löst etwas aus und ein Dialog zwischen dem Wort Gottes und dem Menschen kommt zustande. Diese Einsicht stammt aus den Kirchen in Afrika, wo das Zuhören eine besondere Bedeutung hat. So geben sich die Ortskirchen gegenseitig immer wieder wertvolle Impulse.

Das wichtigste Gebet aller Christen - das Vaterunser – wird im plural gebetet. «Es wird wohl niemand allein zuhause ein Vatermein beten», so Brunner, denn dieses Gebet schliesst immer auch andere Menschen ein, auch wenn sie irgendwo in der Welt leben. Durch die Kollekte, die an diesem Sonntag in der katholischen Kirche weltweit aufgenommen wird, werden finanzschwache Ortskirchen in Lateinamerika, Afrika und Asien unterstützt. «Das macht die Kirche zu einer besonderen Gebets-, Lern- und Solidargemeinschaft», schliesst Brunner.

mba langnau homepage

 
Diakon Martin Brunner-Artho in der Kirche von Langnau b. Reiden (Foto: A. Brunner)

 

Weitere Informationen und Fotomaterial:
https://www.missio.ch/weltkirche/monat-der-weltmission/presse.html

Der in Langnau wohnhafte Diakon Martin Brunner-Artho ist seit 2012 Direktor von Missio, welche im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz die Kampagne für diesen Sonntag in der Schweiz leitet.


Vietnamesische Mission zu Gast am Tag der Völker
Gottesdienst mit fernöstlichem Flair

Am Sonntag, 14. Oktober, feierte die Pfarrei Reiden-Wikon in der Kirche Reiden den Tag der Völker. Zu Gast war die vietnamesische Mission. Pfarrer Jarosław Płatuński und Pfarrer Joseph Pham Van standen dem zweisprachigen Gottesdienst vor. Unter der Leitung von Sang Dao zeigte der vietnamesische Chor sein grossartiges Können.

In einer gemeinsam gefeierten Hl. Messe im September 2016, vergab die Kirchgemeinde Reiden-Wikon der Zentralschweizer Sektion der vietnamesisch-katholischen Gemeinde das offizielle Gastrecht. Seither fanden in der Kirche Wikon schon viele vietnamesische Gottesdienste statt. Gross war die Freude auf beiden Seiten, wieder einmal einen gemeinsamen Anlass zu zelebrieren. Katholische Messen werden auf der ganzen Welt gleich gefeiert. Kulturelle Anpassungen jedoch sind erlaubt und bieten eine willkommene Bereicherung. Die Gottesdienstbesucher aus Reiden genossen den fernöstlichen Einfluss und bestaunten die farbenfrohen Nationaltrachten Namens Áo dài, in denen viele der Vietnamesinnen erschienen. Die von Chorleiter Sang Dao gewählten Lieder wurden stimmgewaltig vorgetragen und mit Piano, Geigen und Cello begleitet. Aber auch deutschsprachige Kirchenlieder, begleitet vom Organisten Bruno Kaufmann, fanden ihren Platz.

Was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu bekommen?
Pfarrer Jarosław Płatuński beschrieb in seiner Predigt den Weg in den Himmel und dass es auf diesem keine Sonderangebote gibt. Er sagte: «Ob einer in den Himmel kommt, hängt davon ab, woran sein Herz hängt. Hängt es an Jesus allein, ist der Himmel offen. Verlassen wir uns auf das, was wir können und haben, was wir tun oder lassen, dann bleiben wir verloren» Beide Pfarrer verdankten allen Mitwirkenden ihr grosses Engagement und den Gläubigen das Erscheinen. Letztere bekundeten mit grossem Applaus ihre Begeisterung für die Feier.

Beim anschliessenden Apéro im Pfarreizentrum wurden die Gäste mit köstlichen, selbstgemachten Frühlingsrollen verwöhnt. Angeregte Unterhaltungen und frohes Lachen waren zu hören. Der Tag der Völker zeichnete sich durch schöne und erfrischende Begegnungen aus.

Text und Bilder: Beatrix Bill 

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Bruder-Klaus-Fest in Wikon

Die Gemeinschaft, ein Puzzle in dem jeder wichtig ist

Am Samstag, 22. September, wurde in Wikon das Bruder-Klaus-Fest gefeiert. Das Fest rund um den Kirchenpatron Niklaus von Flüe, genannt Bruder Klaus, bietet immer wieder Gelegenheit sich Gedanken über die Gemeinschaft und das Leben in der Pfarrei zu machen. Angelika Naydowski und Michaela Tschuor taten dies mit Jugendlichen aus Wikon. Im Festakt wurde auch die bedeutsame Arbeit von Erika Bättig gewürdigt. Seit zehn Jahren ist sie als Katechetin in der Pfarrei Reiden-Wikon tätig. Die Formation Brassence der Musikgesellschaft Reiden sorgte für den musikalischen Rahmen.

Jeder der schon mal ein Puzzle zusammengefügt hat, weiss, dass dies nur gelingt, weil passende Teile es zusammenhalten. Dies stellten auch die Jugendlichen in ihrer Sprechpredigt fest. Kritisch hinterfragten sie am Beispiel eines Puzzles, welches das Pfarreileben darstellt, die Vor- und Nachteile einer Gemeinschaft. Fest stand, in der Pfarrei Reiden-Wikon wird keiner zurechtgestutzt. Jeder darf sich mit seinen Gedanken, Ideen und seinem Mittun einbringen. Keiner wird unter Druck gesetzt, aber er muss sich festlegen, damit man sich auf ihn verlassen kann. Weiter wurde beschrieben, dass ein Puzzle zeigt, wie aus verschiedenen kleinen bunten und kantigen Teilen ein wunderschönes Ganzes wird, Ja, man muss das Ganze im Blick haben. Wer mit offenen Augen und wachen Sinnen durch die Welt geht, der sieht das Ganze. Jeder, egal wie alt, hat seine eigenen Aufgaben in einer Gemeinschaft. Jeder Mensch ist einzigartig an der Stelle, wo er steht. Und wenn einer fehlt, dann entsteht eine Lücke, wie in einem Puzzle. Und wer schon einmal ein Puzzleteil verloren hat, weiss, dass damit das ganze Puzzle nutzlos wird.

Viel Herzblut und ein Lachen auf den Lippen
Erika Bättig ist seit zehn Jahren als Katechetin in der Pfarrei Reiden-Wikon tätig. Pfarrer Jarosław Płatuński gratulierte der Jubilarin im Namen der ganzen Kirchgemeinde. «Du bist fast für jeden Spass zu haben und in all den Jahren sehe ich dich mit einem Lachen auf den Lippen. Die Kinder mögen deine einfühlsame Art.», lobte der Pfarrer und meinte weiter: «Nur jemand wie du, der Kompetenz und Freude an der Arbeit hat, erreicht so gute Ergebnisse. Den Beruf, welchen du mit viel Liebe ausübst, bieten wir dir mit Freuden noch lange an.

Die Festgemeinde verdankte den gelungenen Einsatz aller Mitwirkenden mit grossem Applaus. Beim anschliessenden Apéro konnte man sich austauschen oder den modernen Rhythmen der Brassence lauschen.

Text und Bilder: Beatrix Bill 

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Der Engel von Silja Walter

Mensch sein ist wundervoll

Was ist ein Engel? Was ist ein Mensch? Was würde ein Engel tun, käme er gerade jetzt, in unserer von vielen Kriegen, von Flüchtlingselend und Fremdenhass geprägten Welt als Flüchtlingshelfer einer Asylantenfamilie zur Erde?  Am 21. September fanden die Besucher im Pfarreizentrum Reiden, im vom THEATER 58 aufgeführten Schauspiel «Der Engel», Antworten und wurden zum eigenen Denken und Handel herausgefordert.

Im Theaterstück von Silja Walter, das auf dem alttestamentlichen Buch Tobit aufbaut und von Regisseur André Revelly neu bearbeitet wurde, führt der Erzengel Rafael, eine ihm anvertraute Flüchtlingsfamilie, in ein Land wo Frieden herrscht. Doch der Schein trügt. Machtgehabe, Erfolgsdruck und Ausländerfeindlichkeit machen vor den Geflohenen nicht halt. Die Familie lässt ihren Helfer trotz dieser Tatsachen nur mit Widerwillen bei sich wohnen, da er mit seinem Wesen Verunsicherung und gegenseitiges Unverständnis stiftet. Doch der Erzengel bleibt, will plötzlich Mensch werden, auf seine Engelskräfte verzichten und diese gegen ein Mensch sein mit allen Konsequenzen austauschen. Denn: Selbst Gott, so Rafael, habe niemals vorgehabt, als Engel zu leben, sondern wollte Mensch werden. «Mensch sein ist wundervoll!», ruft er und will sein wie sie: Ohne Heimat. Verfolgt. Geächtet. Vertrieben. Aber Mensch sein heisst auch, einen Vulkan in sich tragen. Rafael wird Mensch und begegnet jener Zerrissenheit, die als das Gute und Böse, das in jedem Menschen steckt, bezeichnet wird.

Am Ende des Stückes blieb es für einen Moment ganz still im Saal. Dann folgte der grosse Applaus. Für fünf Schauspieler, die es verstanden, das Publikum mit ihrer faszinierenden Bühnenpräsenz zu begeistern. Unter der Regie von André Revelly wurde das grossartige Werk, der 2011 verstorbenen Silja Walter, mit den starken Bildern und wortgewaltigen Texten, die auch heute noch eine grosse Kraft versprühen, zum ergreifenden Erlebnis. Im Namen der Pfarrei Reiden-Wikon sowie allen Besuchern, bedankte sich Pfarradministrator Jarosław Płatuński bei den Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen für die meisterhafte Leistung. Beim anschliessenden Apéro fanden angeregte Gespräche mit dem Ensemble statt.

Text und Bilder: Beatrix Bill 

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Ministranten Reiden-Wikon, Langnau, Richenthal

Die Minis im Europa-Park in Rust

Am 15. September genossen die Ministranten aus Reiden-Wikon, Langnau und Richenthal mit ihren Begleitpersonen einen unbeschwerten Tag im Europa-Park. Gesund und munter kamen alle wieder zu Hause an.

Bilder: Johannes Pickhardt / zvg

Impressionen:

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Erntedankfest Wikon mit Jodlerclub Heimelig Reiden und Trachtengruppe Reiden

Die Schule des Gartens lehrt Geduld, Dankbarkeit und Sorglosigkeit

Erntedank heisst: Gott danken für die Ernte des Jahres, für die Früchte der Erde, die Schönheit der Schöpfung und die Fülle im Leben. Pfarradministrator Jarosław Płatuński tat dies im Gottesdient vom 15. September in Wikon, in dem er seine Gedanken über den Garten mit der Festgemeinde teilte. Der Jodlerclub Heimelig Reiden mit seiner Begeisterung am «Jutzen» und Singen und die Trachtengruppe Reiden mit ihrer Freude am Tanzen.

Es gibt ein chinesisches Sprichwort: «Gib einem Mann eine Flasche Wein, und er ist einen Tag lang glücklich. Gib ihm eine Frau, und er ist ein Jahr lang glücklich. Gib ihm einen Garten, und er ist ein Leben lang glücklich.»

Der Garten
Jarosław Płatuński vermittelte drei für ihn wichtige Erkenntnisse, die er in der Schule des Gartens fand. Geduld: Pflanzen wachsen nicht schneller, wenn ungeduldig an ihnen gezupft wird, denn das Wachsen und Reifen der Pflanzen folgt seinen eigenen Gesetzen. Derjenige, der immer alles sofort haben will, der das Ergebnis nicht abwarten kann und hineinpfuscht in den Lauf der Dinge, der zerstört alles. Wer aber Geduld hat, wer warten kann im Vertrauen auf Gottes Führung und Vorsehung, der ist stark. Dankbarkeit: Der Garten ist dankbar. Die investierte Mühe wird vielfach vergolten. Welch Freude schenkt die Natur zurück, alle Gewächse geben ihr Bestes, wenn sie nur ein wenig gepflegt werden. Sorglosigkeit: «Sorgt euch nicht um euren Leben!» (Mt 6,25) Der Pfarrer sieht darin die wohl beste Einladung unseres Lebens und verkündete: «Ihr braucht euch keine Sorgen um euer Leben zu machen, denn ihr könnt euch das Leben nicht selbst besorgen. Leben ist in jeder Sekunde ein Geschenk von Gott. Überlasst Gott die Sorge um euer Leben!»

Kräftigen Applaus ernteten der Jodlerclub Heimelig und die Trachtengruppe. Die beiden Gruppen verdankten dies beim anschliessenden Apéro mit selbstgemachten Köstlichkeiten und luden alle zur «Teilete» der, von den Menschen aus der Pfarrei, reich gefüllten Körbe ein.

Text und Bilder: Beatrix Bill 

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Spielgruppe Wikon

Helle und freundliche Räume

In den Sommerferien wurden die Räumlichkeiten der Spielgruppe Wikon einer sanften Renovation unterzogen. Alte Regale wurden durch neue ersetzt. Durch die Maler Arnold AG aus Reiden bekamen Wände, Türen und Heizkörper einen neuen Anstrich. Pünktlich zum Spielgruppenbeginn waren die Arbeiten abgeschlossen. Gross und Klein erfreuen sich nun an den hellen und freundlichen Räumlichkeiten.

Information aus dem Kirchenrat

Bilder: Beatrix Bill 

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Vortragsabend zur Jugendsynode 2018

Der Papst im Dialog mit Jugendlichen aus aller Welt

Am 12. September fand um 19.30 die erste Veranstaltung der Reihe: «Impulse und Denkanstösse für ein missionarisches Kirche-Sein heute» im Pfarreizentrum Reiden statt. Thema des Abends war die Jugendsynode, die im Oktober 2018 in Rom stattfindet,  bzw. das Vorbereitungstreffen zu dem der Papst 300 Jugendliche aus aller Welt geladen hatte.

Eine Teilnehmerin dieses Treffens, die 24jährige Theologiestudentin Medea Sarbach, berichtete sehr lebendig und anregend von ihren dortigen Erfahrungen. Sie berichtete von der Bereicherung des Zusammenkommens so vieler unterschiedlicher Menschen, die miteinander in den Dialog traten und stellte das von den Jugendlichen verfasste Abschlussdokument vor.

Dem frischen Impuls folgte eine angeregte Diskussion im Podium, die beim anschliessenden Aperò fortgeführt wurde.

Text: Mathias Mütel
Bilder: Johannes Pickhardt

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Dr. Agnell Rickenmann und Joël Eschmann sprachen über die Anforderungen im Priesterberuf

Wir sind keine Giraffen mit Heiligenschein

In den Gottesdiensten vom vergangenen Wochenende wurde in den Kirchen Langnau, Richenthal, Reiden und Wikon in einer Dialogpredigt aufgezeigt, was es bedeutet in der heutigen Zeit Theologie zu studieren.
Dr. Agnell Rickenmann, seit September 2017 Regens des Seminars St. Beat, Luzern und Joël Eschmann, Priesteramtskandidat im Bistum Basel zeigten im Besonderen die Anforderungen des Priesterberufs auf.

Herz von Gott berührt
Dr. Agnell Rickenmann, er stand den Eucharistiefeiern vor, begrüsste die Besucher mit den Worten: «Wir sind keine Tiere aus dem zoologischen Garten. Keine Giraffen mit Heiligenschein, die von oben herabschauen. Wir sind Menschen wie sie, die den Weg suchen, ein Leben aus dem Glauben zu leben.»2019 wird er sein 30-Jahre-Jubiläum als Priester feiern. Über all die Jahre hat ihn ein Satz aus einer Anekdote seiner Primiz Feier begleitet. Auf die Frage einer Mutter, wer der Mann da auf der Strasse sei, bekam sie von ihrem kleinen Jungen zur Antwort: «Es ist der Priester und er ist der Freund von Jesu.» Die Freundschaft mit Jesus zu pflegen gehört zu Dr. Rickenmanns Motivation in seiner Berufung. Denn Jesus habe wunderbare, befreiende Botschaften. Auch Joel Eschmann, geboren 1981, früher Schulleiter, Doktorat in Geschichte, fühlt sich schon seit seiner Jugend vom Wort Gottes angesprochen. Für ihn sind es die Vorgaben Jesu, die zu einem gelingenden Leben führen. Die Gebote Gottes sieht er nicht als Verbote, sondern als Wegweiser in ein grösseres «Land», nach dem sich die Sehnsucht vieler Menschen richtet.

Warum eben doch?
Mit der Wahl eines theologischen Berufes stehe man oft vielen Vorurteilen gegenüber und die Frage: «Wieso hältst Du den Kopf für eine Kirche mit Fehlern hin?» keine Seltenheit. Für den Priesteramtskandidaten Eschmann sind die Jünger und Jüngerinnen, die ihr gewöhnliches Leben zurückgelassen haben und Jesus nachgefolgt sind, Vorbilder. Sie geben ihm Kraft zu seiner selbst getroffenen Entscheidung zu stehen. Er habe das Privileg nicht einfach eine Arbeit auszuüben, sondern einen Dienst. Den Dienst, den Menschen zu dienen.

Befreit für das Leben
Um aus der Gottverbundenheit den Menschen begegnen zu können, bedeutet auch in die Tiefe sehen, sein Inneres und Äusseres transparent machen. Regens Dr. Rickenmann gab den Gottesdienstbesuchern ein Zitat von Albert Einstein auf den Weg. «Nicht alles, was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles, was gezählt werden kann, zählt!»

Text und Bilder: Beatrix Bill 

Impressionen aus dem Gottesdienst in Richenthal:

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Die Hölle, das sind die anderen.

Jean-Paul Satre, franz. Philosoph u.
Schriftsteller (1905 - 1980)


  Die KIRCHE ist
  „ihrem Wesen nach
  MISSIONARISCH!“

 
(Vatikanum II, Ad gentes 2).

  Die röm. kath. Pfarreien Langnau, Richenthal  
  und Reiden-Wikon präsentieren:

  Die neue Reihe:
  Impulse und Denkanstösse
  zu einem missionarischen
  Kirche-Sein heute


 > zum Flyer: Impulse zum missionarischen Kirche-Sein heute

Nächstes Thema:
Was ist Mission?

Mittwoch, 07. November 2018
19.00 Heilige Messe in der Katholischen Kirche Reiden mit Dr. Michael Meyer
20.00 Vortrag im Pfarreizentrum Reiden
Referent: Dr. Michael Meyer