Jahr des heiligen Josefs

Einfacher Zimmermann aus Nazareth und Ziehvater Jesu kann Vorbild sein
Papst rief das «Jahr des heiligen Josefs» aus

jahr heiliger josef


Wandbild in der Kirche Reiden. (Bild: B.Bill)

Josef kann ein Vorbild sein, weil Mut, Bescheidenheit, Gehorsam, Zärtlichkeit, Selbsthingabe, Gastfreundschaft und Verantwortung heute mehr denn je gefragt sind.

Vor genau 150 Jahren wurde der heilige Josef zum Schutzpatron der gesamten katholischen Kirche erklärt. Das machte damals der selige Papst Pius IX. mit dem Dekret «Quemadmodum Deus», unterzeichnet am 8. Dezember 1870. Papst Leo XIII. (1878– 1903) betonte die Beziehung des Zimmermanns zur Welt der Arbeit, so dass Papst Pius XII. ihn 1955 zum «Patron der Arbeiter» erkor. Papst Johannes Paul II. schliesslich habe in einem eigenen Schreiben 1989 den heiligen Josef den «Beschützer des Erlösers» genannt. Um dieses Jubiläum zu feiern, rief Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben «Patris corde» das Jahr des heiligen Josefs aus. Beginnend ab dem 8. Dezember 2020 bis zum 8. Dezember 2021 wird es speziell dem Ziehvater Jesu gewidmet.

Vorbilder in Krisenzeiten

Der Hintergrund des Schreibens ist die jetzige pandemische Situation. Denn diese hat verdeutlicht, welche Bedeutung gewöhnliche Menschen haben, nämlich jene, die sich jenseits  des Rampenlichts tagtäglich in Geduld üben und Verantwortung übernehmen. So wie damals der heilige Josef, «dieser unauffällige Mann, dieser Mensch der täglichen, diskreten und verborgenen Gegenwart», so Franziskus.

Papst Franziskus über Josef

Der heilige Josef sei einer, «der in der Heilsgeschichte eine unvergleichliche Hauptrolle spielt.» Er habe seine Vateraufgabe tatsächlich ganz konkret zum Ausdruck gebracht, «indem er seine menschliche Berufung zur familiären Liebe in die übermenschliche Darbringung seiner selbst, seines Herzens und aller Fähigkeiten verwandelt hat, in die Liebe, die er in den Dienst des seinem Haus entsprossenen Messias gestellt hat». Deshalb sei er «von den Christen seit jeher geliebt». (Patris corde 1)

Sie bekommen monatlich eine kurze Betrachtung einiger Eigenschaften des heiligen Josefs wie:
• Gehorsam • Zärtlichkeit • Gastfreundschaft • Mut • Verantwortung • Selbsthingabe • Bescheidenheit

Lassen Sie sich inspirieren.

Pfarradministrator Jarosław Płatuński 

Quelle: www.vatican.va


Mai 2021
Verantwortung

«Als Vater wird man nicht geboren, Vater wird man», bekräftigt der Papst Franziskus erneut, und zwar «nicht einfach dadurch, dass man ein Kind in die Welt setzt, sondern dadurch, dass man sich verantwortungsvoll um es kümmert». In der heutigen Gesellschaft «scheinen Kinder oft vaterlos zu sein», es fehlen Väter, die in der Lage sind, «das Kind an die Erfahrung des Lebens, an die Wirklichkeit heranzuführen», ohne es festzuhalten, besitzen zu wollen, sondern indem man es in die Lage versetzt, «Entscheidungen zur Freiheit, zum Aufbruch» zu fällen.


April 2021
Mut

Das Apostolisches Schreiben zeigt weiter «den kreativen Mut» des heiligen Josefs auf, der «es versteht, ein Problem in eine Chance zu verwandeln, und zwar dadurch, dass er immer in erster Linie auf die Vorsehung vertraut.» Er geht konkrete Probleme seiner Familie an, genauso, wie es auch alle anderen Familien auf der Welt tun. Als Beschützer Jesu und Marias «ist es nur folgerichtig, dass der heilige Josef der Schutzpatron der Kirche ist», ihrer Mütterlichkeit und des Leibs Christi: jeder Bedürftige ist «das Kind», das Josef beschützte, von ihm kann man lernen, «die Kirche und die Armen zu lieben.» (Patris corde 5)

Als ehrlicher Arbeiter lehre uns der Ehemann Marias auch «welch ein Wert, welch eine Würde und welch eine Freude es bedeutet, das Brot zu essen, das die Frucht eigener Arbeit ist.» Arbeit ist besonders in der jetzigen Situation zur dringenden sozialen Frage geworden.

«Es ist notwendig, die Bedeutung einer Arbeit, die Würde verleiht, wieder ganz neu verstehen zu lernen», schreibt Franziskus, «die zur Teilhabe am Erlösungswerk selbst wird» und «zur Gelegenheit, die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten weiterzuentwickeln und sie in den Dienst der Gesellschaft und der Gemeinschaft zu stellen.» Papst Franziskus ruft so alle auf, «den Wert, die Bedeutung und die Notwendigkeit der Arbeit wieder neu zu entdecken» und so «eine neue <Normalität> zu begründen, in der niemand ausgeschlossen ist». Mit Blick auf die Zunahme der Arbeitslosigkeit aufgrund der Pandemie ruft Franziskus alle auf, dafür zu sorgen, dass «kein junger Mensch, keine Person, keine Familie ohne Arbeit!» ist. (Patris corde 6)


März 2021
Gastfreundschaft

Im Vertrauen auf Gott in seinem Leben nimmt der heilige Josef auch Ereignisse an, die er nicht versteht. Er versteht seine Aufgabe «mutig und stark» als eine wichtige Rolle, welche aus der Stärke, die vom Heiligen Geist kommt, entspringt. DieGastfreundschaft die der heilige Josef pflegt, rufe uns auch dazu auf, «andere nicht auszuschliessen, sondern sie so anzunehmen, wie sie sind, besonders die Schwachen.» (Patris corde 4).


Februar 2021
Zärtlichkeit Februar

Der heilige Josef ist «Vater im Annehmen», weil er «Maria ohne irgendwelche Vorbedingungen annimmt». Eine noch heute bedeutsame Geste, «in dieser Welt, in der die psychische, verbale und physische Gewalt gegenüber der Frau offenkundig ist.» (Patris corde 3)


Januar 2021
Gehorsam

In ihm habe Jesus die Sanftmut Gottes gesehen, «die uns unsere eigene Schwäche innerlich annehmen lässt», und durch welche sich die meisten der göttlichen Pläne verwirklichen. In der Tat sei es so, dass Gott «uns nicht verurteilt, sondern aufnimmt, umarmt, unterstützt und vergibt.» (Patris corde 2)


Papst Franziskus schliesst das Apostolische Schreiben mit persönlichem Gebet ab:

«Heiliger Josef, glorreicher Patriarch, der du das Unmögliche möglich machen kannst, komm mir in meiner Not und Bedrängnis zu Hilfe. Gewähre in den ernsten und schwierigen Anliegen, die ich dir anvertraue, deinen Schutz, sodass alles ein glückliches Ende nimmt. Mein geliebter Vater, ich setze mein ganzes Vertrauen in dich. Niemand soll sagen können, er habe dich vergeblich angerufen, und da du bei Jesus und Maria alles erwirken kannst, lass mich erfahren, dass deine Güte ebenso groß ist wie deine Macht. Amen.»


 

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Der Wunsch, Freund zu sein, ist das Werk eines Augenblicks, aber die Freundschaft ist eine langsam reifende Frucht.

Aristoteles


Jahr des heiligen Josefs

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